Als Karabinerhaken bezeichnet man einen Haken mit Verschluss, dem Schnapper. Ehemals wurde der Karabinerhaken von Kavalleristen (berittenen Soldaten) genutzt. Nach dem Schuss mit dem Karabiner (leichtes Militärgewehr) konnte dieser mit dem Karabinerhaken wieder schnell am Brustgürtel befestigt werden, um den Kampf mit der Pistole oder Hieb- und Stichwaffen fortzusetzen. Der Karabinerhaken ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt. Neben dem Kletterkarabinerhaken und Schmuckkarabinerhaken ist der Normalkarabiner am weitesten verbreitet. Der Normalkarabiner verfügt über keine zusätzliche Verschluss-Sicherung am Schnapper, außer der Andrückfeder. Der Normalkarabiner findet heute überall da Verwendung, wo ihm keine alleinige sicherheitskritische Bedeutung zukommt. Er wird deshalb auch Materialkarbiner genannt und findet dort Verwendung, wo es darauf ankommt den Karabiner schnell öffnen und schließen zu können, einen größeren Sicherheitsgewinn bedeutet als der Sicherheitsverlust durch eine fehlende Verschlusssicherung. Die Bruchlast des Normalkarabiners beträgt bei geöffneten Schnapper weniger als die Hälfte der Bruchlast gegenüber der Bruchlast bei geschlossenem, formschlüssig, eingerasteten Schnapper. In der Lederfetischszene findet der Normalkarabiner Verwendung zum Aufhängen von Slingmatten, sowie dem Verbinden und Aufhängen von Fesseln.



